Der rettende Seestern
Zauberhaftes Stück: "Die drei Schuhe" im Schaubude-Puppentheater
Dunkelblauer Sand rinnt auf den Tisch. In rasantem Tempo entstehen darauf vor den Augen verblüffter Zuschauer Bilder, die sich im nächsten Moment mit wenigen Handbewegungen schon wieder verändern. Mit ungewöhnlichen Mitteln erzählt Silke Kruse ihre Geschichte. "Die drei Schuhe" nennt sie ihr Premieren-Stück, das in der kleinen Studio-Bühne der Schaubude zu sehen ist.
Als Maltheater-Märchen erlebt das Publikum die Inszenierung. So erfährt es von einem Mann, der sich auf See verirrt. Erst mit Hilfe eines Seesterns findet er zum Land zurück. Den Stern, der viel lieber im Wasser bleiben würde, nimmt er mit. Doch seine Tochter verhilft dem Seestern zur Flucht und bekommt dafür ein paar Schuhe. Und sie trifft den Vogel mit seltsamem Schnabel und merkwürdiger Gewohnheit.
Im Zusammenspiel mit dem Regisseur Gert Engel präsentiert Silke Kruse ihr neues Stück. Die beiden arbeiten seit vier Jahren zusammen, doch erstmals spielt das Duo unter dem neu gegründeten Theaternamen "PASST".
Kruse ist Malerin. Auf der Theaterbühne verknüpft sie Mal-und Erzählkunst, gestaltet Figuren, formt sie um und wischt sie kurz darauf weg. Kleine Bildveränderungen - etwa der Beine, die das Mädchen erst sitzend und dann laufend zeigen - vermitteln Bewegung. Geräusche, die Engel an Flöte, Hölzern und Steinen liefert, illustrieren das außergewöhnliche Spiel.
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